Jugendschutzgesetz in "Ampelform"

Richtig gut gelungen ist der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Darstellung des Jugendschutzgesetzes. Relevante Daten werden übersichtlich in Ampelform aufgeführt – hier anschauen/downloaden:

Jugendschutzgesetz 2016

(PDF 628,KB).

Thomas Wendt, Oldenburg

Interview mit Thomas aus Oldenburg

Thomas, Du lebst schon sehr lange abstinent. Die Wege aus der Sucht sind sehr individuell – wie war das bei Dir?

Von der Erkenntnis, dass ich nur total alkoholfrei (über-)leben kann, bis zur tatsächlichen Freiheit waren es noch einige bittere Jahre. Hilfreich war, dass ich dann drei Monate später auch mein süchtiges Kettenrauchen „an den Nagel gehängt“ und mein Fernsehgerät aus der Wohnung verbannt habe – das war dann tatsächlich ein völlig neues Leben, welches ich mir vorher nicht hätte vorstellen können.
Ich wollte nicht meine Suchtmittel austauschen, sondern wieder am wahren Leben teilnehmen. Inzwischen lebe ich längst gerne im Jetzt und träume nicht von irgendeiner „guten alten Zeit“, die in Wirklichkeit aus viel persönlicher Not und Elend bestand.

Inwieweit hat Dir das Blaue Kreuz beim Ausstieg aus der Sucht geholfen?

Da, wo vorher meine Suchtmittel regierten, war mit meiner Abstinenz ein Vakuum entstanden. Aber aus dem Leerraum wurde ein Lernraum und heute zuweilen ein Lehrraum. Gottes Wort und die Blaukreuzgemeinschaft haben mich getragen, aufgerichtet und ich habe gespürt: hier steckt mehr dahinter, als nur Wille und Kraft von Menschen.

Du bist bei der Vertreterversammlung 2017 in den Vorstand des Landesverbandes Niedersachsen gewählt worden. Was war für Dich ausschlaggebend, auf höherer Ebene aktiv mitzuarbeiten?

Schon seit einigen Jahren arbeite ich regelmäßig bei der Gestaltung und Durchführung von Seminaren mit. Insofern ist eine Arbeit im Landesvorstand nur ein Folgeschritt in dieselbe Richtung. Ich habe in meinem Leben in Sachen Sucht sehr viel Lehrgeld bezahlt. Das, was ich erfahren und erhalten habe, möchte ich weitergeben.

Du leitest in Oldenburg zwei Begegnungsgruppen. Was erwartet Besucher, die zum ersten Mal dabei sind?

Besucher erwartet ein klarer Rahmen mit liebevollem und achtsamen Umgang untereinander. Der „Neue“ darf sich Vorstellen, er braucht sich aber nicht (mehr) Verstellen, denn er darf sich (endlich) so geben, wie er ist. Ich betreibe kein „Umerziehungslager“! Die Erfahrung in den Gruppen zeigt allerdings, dass viele Gruppenfreunde das, was ihnen vorgelebt wurde, nach und nach gerne übernommen haben.

 


Herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Deinen Aufgaben in den Gruppen und beim Landesverband!

(Interview IAB)