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"Jeder Mensch braucht (s)einen Engel,
der ihn trägt und der ihn hält,
der ihn auffängt, wenn er fällt."

...diese Worte von Volker Hahn, Präventionsbeauftragter der Polizei Osterode, waren wohl mit die bewegendsten des diesjährigen Landestreffens. Das 40-jähige Bestehen des Blauen Kreuzes in Osterode war ein besonderer Anlass zum Feiern und gab Gelegenheit, Vergangenes Revue passieren zu lassen. Wie sah die Suchtkrankenhilfe 1973 aus? Leben ist Veränderung und auch im Blauen Kreuz hat sich viel getan - aber eines ist konstant geblieben: das Engagement und die Nächstenliebe, die Blaukreuzler in ihre Arbeit einfließen lassen.

Aus allen Landesteilen reisten die Besucher an und wurden für die teilweise weite Anreise mit einem herzlichen Empfang auf dem Kirchplatz belohnt. Nach dem Stehkaffee wurde ein gemeinsamer Gottesdienst in der St.-Jacobi-Schlosskirche abgehalten. Die Barockkirche bot den feierlichen Rahmen für dieses besondere Jubiläum. Der anschließende offizielle Empfang im Gemeindesaal wurde mit der Ausstellung "40 Jahre Blaues Kreuz Osterode" bereichert.

Etwas Besonderes stellte auch der sogenannte "Sucht-Tisch" dar. Bekannte Suchtmittel wie Alkohol, Medikamente, Zigaretten waren darauf zu finden. Es gab aber auch Formen der Sucht zu entdecken, die nicht so offensichtlich als solche erkennbar sind - beispielsweise die Sucht nach Anerkennung.

Fleißige Helfer der Osteroder Gruppe sorgten im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf und die gute Verpflegung aller Besucher. Bei schönem Spätsommerwetter wurde gegrillt und es gab ein reichliches Buffet mit vielen selbst zubereiteten Salaten.

Gut gestärkt konnten sich die Gäste für einen der drei verschiedenen Workshops entscheiden - nicht ganz einfach bei dieser Auswahl: "Selbstleben will gelernt sein" mit Jürgen Homann, "Bewusst entscheiden, aber wie?" mit Ingeborg Jockenhöfer und "Gemeinsam ist man weniger allein" mit Tjard Jacobs.

Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken und abschließenden Segensworten von Jürgen Paschke klang dieses gelungene Landestreffen aus.

(IAB)

 

Fotos/Personen:
(Mausklick auf Bilder vergrößert die Ansicht)
Foto ganz unten rechts: Waltraut Domas und Dorothea Wüstefeld (beide seit über 30 Jahren im Blauen Kreuz), Jürgen Paschke, Sabine Göllnitz, Michael Bohnert (Pastor), Ingrid Baum (FSP), Marion Janeczek (KISS) und Volker Hahn (Polizei-Präventionsbeauftragter).
Foto darüber: Jürgen Paschke (Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen)

Eure Eindrücke

Die Gastgeber aus Osterode:

"ES WAR TOLL!!! Und trotz aller Arbeit hat es richtig Spaß gemacht ;) Wir sind alle beeindruckt, was man gemeinsam auf die Beine stellen kann. Es hat uns noch viel mehr zusammenwachsen lassen."

Tjard aus Neuharlingersiel:

„Ich bin unendlich dankbar nach dem Landestreffen in Osterode nach Hause gefahren. Die Gruppe in Osterode hat uns mit vielen Ideen und viel Liebe einen wunderbaren Tag gestaltet. Die Idee, den Kirchplatz in dieser Weise zu gestalten, mit den vielen Begegnungsmöglichkeiten in den einzelnen Sitzgruppen, war super. Dankbar bin ich auch für die guten Grußworte, die einfach gezeigt haben, wie intensiv die Begegnungsgruppe mit den einzelnen Einrichtungen vor Ort zusammen arbeitet. Vom Gottesdienst, über eine sehr gute Verpflegung und Organisation, über Worshops bis hin zum gemeinsamen Kaffeetrinken, war es ein gesegneter Tag.“

Bodo und Christine Walther, Wolfenbüttel:

„Uns hat bei dem Treffen in Osterode besonders die Predigt von Jürgen Paschke angesprochen und später die Gruppenanbeit mit Tjard Jakobs zum Thema "Gemeinsam sind wir nicht allein".“

Ingeborg Jockenhöfer aus Bad Gandersheim:

„Heute ist es genau eine Woche her, dass unser Landestreffen war. Ich habe die ganze Zeit davon gezehrt. Ich hoffe, es ist euch genauso gegangen. Es war eine so tolle Atmosphäre. Ich fand dieses Fest einfach klasse! Ich grüße euch ganz herzlich aus Bad Gandersheim und freu´ mich auf die nächste Begegnung.“

Feedback einer Teilnehmerin aus einer anderen Selbsthilfegruppe:

„Der Tag in Osterode hat mir gut gefallen, begonnen mit dem Gottesdienst bis zum Geleit auf den Weg nach Hause. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass sich Menschen, die sich der Sucht gestellt haben, gut miteinander arbeiten (und nicht gegeneinander - worin ich wirklich keinen Sinn sehe). Konkurrenzdenken, von dem ich gehört habe, ist gänzlich fehl am Platz, denn es geht um Menschen, nicht um Mitgliederzahlen. Schön, dass ihr uns allen die Möglichkeit zu einem (wunderbar gelungenen) Treffen geboten habt.“


Wie hat es Euch in Osterode gefallen? Was hat Euch bewegt? Hier sollt Ihr zu Wort kommen. Schreibt bitte in ein oder zwei kurzen Sätzen, wie Ihr den Tag empfunden habt - einfach per E-Mail.